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Telepathie: Auch über Distanz möglich?
Foto: agsandrew / Shutterstock.com

Telepathie: Auch über Distanz möglich?

Die Kommunikation über eine weite Distanz war besonders früher eine schwierige und komplexe Angelegenheit. Diese Zeiten sind noch gar nicht lange her, auch wenn es sich die meisten Menschen heute wohl gar nicht mehr vorstellen können. Noch vor 150 Jahren sah die Welt ganz anders aus. Die Menschen waren darauf angewiesen, Briefe zu schreiben und diese zum Postamt zu bringen. Es war nicht gewiss, wann diese Briefe ankommen und auch nicht immer, ob sie überhaupt ankommen.

Je nach Distanz konnten hier schon einmal schnell einige Wochen vergehen, bis eine wichtige Nachricht überbracht werden konnte. Heute ist das Ganze zum Glück deutlich einfacher. Durch das Internet und natürlich auch das Telefon wurde die Übermittlung von Nachrichten auf grosse Distanzen revolutioniert. Diese Erfindungen waren ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Menschheit.

Doch auch wenn diese bahnbrechenden Erfindungen uns enorm weitergebracht und unser Leben vereinfacht haben, stellt sich die Frage, ob das schon alles war. Ist das Chatten und Telefonieren die einzige finale Form der Kommunikation auf Distanz? Klar, es gibt schwierigere Dinge, als ein paar Zeilen auf seinem Smartphone zu tippen oder das Telefon in der Hand zu halten. Doch gibt es auch einfachere Wege?

Zukunft der Fern-Kommunikation?

Was ist, wenn das Telefon und das Smartphone noch nicht das Ende der Kommunikations-Revolution ist? Was wäre, wenn da noch mehr ist? Doch was ist schneller, einfacher und effizienter als diese beiden bestehenden Werkzeuge? Auch wenn eine Antwort hier komplex erscheint, ist sie einfacher, als man denkt. Die Antwort lautet: Telepathie.

Eine schnellere Form der Übertragung von Gedanken gibt es nicht. Es lassen sich auch nicht nur Ideen übertragen. Auch Visionen, Eindrücke, Ideen und Emotionen lassen sich so intensiv und lebendig weitergeben und empfangen, wie es wohl kein Smartphone und Telefon der Welt könnte. Doch natürlich gibt es hier ein kleines Problem, sonst würden wir nicht spekulieren, sondern diese Methode längst anwenden.

Das Erlernen und Umsetzen dieser Kunst ist nicht gerade einfach. Da ist es schon deutlich simpler, ein Handy oder ein Telefon zu bedienen. Zudem gibt es für die Mensch-zu-Mensch beziehungsweise Lebewesen-zu-Lebewesen-Telepathie keinerlei Beweise. Zwar forschen Parapsychologen bereits seit knapp 100 Jahren über dieses Thema, doch zulässige Beweise konnten noch immer nicht gefunden werden.

Das könnte allerdings auch daran liegen, dass die Definition der Parapsychologie besagt, dass sie mit gewöhnlichen biologischen, physikalischen und psychologischen Sinnen nicht begriffen werden kann. Wie soll es für die Telepathie also Beweise geben? Wegen mangelnder Beweise werden sie wie auch die Parapsychologie bis heute nicht als wissenschaftlicher offizieller Forschungszweig gesehen.

Bis die Mensch-zu-Mensch-Telepathie also einmal das Smartphone und Telefon ablöst, kann es noch ein wenig dauern. Möglicherweise wird es auch niemals geschehen. Denn selbst wenn es Beweise für die Gedankenübertragung zwischen Lebewesen geben würde, wäre das Erlernen und besonders die praktische Umsetzung wohl nur für die wenigsten möglich.

Einen Schritt weiter

Doch nur weil die telepathische Kommunikation zwischen zwei Lebewesen noch nicht bewiesen ist und es bis dahin auch noch dauert, bis sie als tatsächlicher Kommunikationsweg verwendet werden kann, bedeutet das noch lange nicht das Ende der Telepathie. Zumindest nicht in naher Zukunft. Denn sie wird besonders in der digitalen Welt immer interessanter.

Auch wenn man denken könnte, dass die Parapsychologie so gar nicht mit der modernen digitalen Welt zusammenpasst, könnte man nicht falscher liegen. Denn diese beiden Bereiche verbindet eine ganze Menge.

Noch nie war die Verbindung zwischen Telepathie und der digitalen Welt so interessant und spannend wie jetzt. Hier steht allerdings nicht die telepathische Kommunikation von Menschen zu anderen Lebewesen im Mittelpunkt, sondern von Menschen zu Maschinen beziehungsweise Computern.

Dass wir uns mit Geräten wie "Siri" oder "Alexa" bereits unterhalten und uns von ihnen helfen lassen können, ist mittlerweile beinahe Normalität geworden. Die Computer, die mit künstlicher Intelligenz ausgerüstet sind, sind klüger denn je und werden natürlich regelmässig weiterentwickelt.

In Zukunft soll dieses Phänomen aber auch ohne Wort funktionieren.

Grosse und mächtige Unternehmen wie Facebook sowie Erfinder und Unternehmer wie Elon Musk haben hier bereits seit Längerem ihre Finger im Spiel. Wie genau diese Methode der Telepathie am besten und effizientesten funktionieren wird, steht noch nicht genau fest. Viele verschiedene Forscher sitzen bereits an der neuartigen Technologie und versuchen jeweils ihre eigenen funktionierenden Wege zu finden.

Beispielsweise soll es Armbänder geben, die die Nervensignale messen. Hier geht es um die Nervensignale, die von unserem Gehirn bis hin zu unserem Finger gelangen und die gewünschte Tätigkeit übermitteln. Diese Nervensignale werden von dem Armband gelesen und verstanden, woraufhin diese Signale dann zu Befehlen werden.

Das Werkzeug für ein erfolgreiches Resultat im Bereich der digitalen Telepathie ist also die Neuroanatomie. Auch wenn das alles noch ein wenig weit weg zu sein scheint, könnte die Entwicklung dieser Geräte schneller gehen, als man denkt. Ob und wie lange es dauert, bis unsere Computer unsere Gedanken lesen, bleibt allerdings noch abzuwarten.


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